Steuertip

§ 35a EStG (Quelle: Bundesministerium für Finanzen 03.11.2006)

 

II Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen (§ 35a Abs. 2 Satz 2 EStG)

11 § 35 a Abs. 2 Satz 2 EStG gilt für alle handwerklichen Tätigkeiten für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die in einem inländischen Haushalt des Steuerpflichtigen erbracht werden, unabhängig davon, ob es sich um regelmäßig vorzunehmende Renovierungsarbeiten oder kleine Ausbesserungsarbeiten handelt, die gewöhnlich durch Mit-glieder des privaten Haushalts erledigt werden, oder um Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die im Regelfall nur von Fachkräften durchgeführt werden. Zu den handwerklichen Tätigkeiten zählen u. a.:

- Arbeiten an Innen- und Außenwänden,

- Arbeiten am Dach, an der Fassade, an Garagen, o. ä.,

- Reparatur oder Austausch von Fenstern und Türen,

- Streichen/Lackieren von Türen, Fenstern (innen und außen), Wandschränken, Heizkörpern und -rohren,

- Reparatur oder Austausch von Bodenbelägen (z. B. Teppichboden, Parkett, Fliesen),

- Reparatur, Wartung oder Austausch von Heizungsanlagen, Elektro-, Gas- und Wasserinstallationen,

- Modernisierung oder Austausch der Einbauküche,

- Modernisierung des Badezimmers,

- Reparatur und Wartung von Gegenständen im Haushalt des Steuerpflichtigen

  (z.B. Waschmaschine, Geschirrspüler, Herd, Fernseher, Personalcomputer),

- Maßnahmen der Gartengestaltung,

- Pflasterarbeiten auf dem Wohngrundstück,

unabhängig davon, ob die Aufwendungen für die einzelne Maßnahme Erhaltungs- oder Herstellungsaufwand darstellen. Handwerkliche Tätigkeiten im Rahmen einer Neubaumaßnahme sind nicht begünstigt.

Hier kann man bis zu 20% des reinen Dienstleistungsanteils (nur Lohnkostenanteil ohne Material) bei der Einkommensteuer abziehen.

Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen, die in Privathaushalten von einem Unternehmer durchgeführt werden, können bis zu 600 Euro direkt von der Steuerlast abgezogen werden.

 Neue Förderung ab 2009:

20% der Aufwendungen für die Leistung eines Handwerkers, max. 1.200 Euro

 

Vorraussetzung ist natürlich die Vorlage einer Rechnung und der Nachweis der bargeldlosen Bezahlung an den Dienstleistungsbetrieb (Kontoauszug oder Zahlungsnachweis der Bank muß vorliegen).
Wichtig ist, daß zumindest in der Rechnungs-Endsumme der Wert der Dienstleistung getrennt vom verbrauchten Material angegeben wird



Leben zwei Alleinstehende in einem Haushalt, können sie den Betrag von 1200Euro insgesamt nur einmal in Anspruch nehmen, da der Höchstbetrag haushaltsbezogen und nicht personenbezogen ist.

 

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